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Pulverbeschichtungs-Farbkarte und Oberflächenleitfaden

Vergleichen Sie 213 digitale RAL-Classic-Farbreferenzen und erfahren Sie, wie Struktur, Matt- und Hochglanzoberflächen spezifiziert werden. Bestätigen Sie den Endfarbton anhand eines physisch beschichteten Musters.

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Veröffentlichte Farbreferenzen

Farb- und Oberflächenauswahl

Einkaufsleitfaden für Farbe und Oberfläche von Pulverlacken

Verbinden Sie die gewünschte Optik mit Bauteilgeometrie, Handhabung, Reinigung, Einsatzumgebung und Beschichtungslinie. Dieser Leitfaden hilft beim Vergleich von Struktur-, Matt- und Hochglanzpulvern, bei der Farbdefinition und bei einer verwertbaren Anfrage.

Bildschirmdarstellungen und digitale Farbwerte dienen nur als Orientierung. Die endgültige Freigabe sollte anhand eines physischen, mit dem vorgeschlagenen Pulver beschichteten Blechs und anhand vereinbarter Prüfungen für Substrat, Vorbehandlung, Schichtdicke und Einbrennung erfolgen.

Glanzgrad

Matte Oberflächen verringern Reflexionen und mildern sichtbare Schwankungen. Hochglanz erzeugt eine helle, spiegelnde Wirkung, kann aber Unterschiede im Untergrund oder Auftrag stärker zeigen. Bei kritischer Optik sind messbarer Glanzbereich und Messgeometrie anzugeben.

Struktur und Oberflächencharakter

Fein- oder Grobstruktur schafft Haptik und kann kleine Untergrundunterschiede kaschieren; glatte Oberflächen betonen Vorbehandlung und gleichmäßigen Auftrag. Bezeichnungen und Fotos definieren das Profil nicht, daher ist ein beschichtetes Muster erforderlich.

Farbabstimmung

Nennen Sie RAL oder Pantone oder stellen Sie ein aufbewahrtes Urmuster bereit. Beleuchtung, Betrachtungswinkel, Glanz und zulässige Serienabweichung sind ebenfalls festzulegen. Derselbe Nennfarbton kann je nach Struktur, Bindemittel und Substrat anders wirken.

Chemie und Einsatzumgebung

Epoxid-, Polyester-, Hybrid- oder andere geeignete Systeme werden anhand von Innen- oder Außeneinsatz, UV-Licht, Wärme, Reinigern und Kontaktstoffen ausgewählt. Die Optik allein belegt keine Gebrauchstauglichkeit.

Angaben für eine Farb- und Oberflächenanfrage

  • Werkstoff, Geometrie und sichtbare Flächen des Bauteils
  • Innen- oder Außeneinsatz und erwartete Einwirkungen
  • Vorbehandlung und Prozess der Beschichtungslinie
  • RAL-, Pantone- oder physisches Urmuster
  • Zielbereich für Matt, Seidenglanz oder Hochglanz samt Prüfmethode
  • Wunsch nach glatt, fein- oder grobstrukturiert
  • Vorgaben für Schichtdicke und Einbrennfenster
  • Freigabeplan mit Musterblech, repräsentativem Bauteil und vereinbarten Prüfungen

Fragen zu Farbe und Oberfläche

Kann ich einen Pulverfarbton am Bildschirm freigeben?

Nein. Display, Kamera und Licht verändern Farbe und Glanz. Digitale Darstellungen eignen sich zur Vorauswahl; freigegeben und aufbewahrt werden sollte ein physisches Muster unter vereinbarten Betrachtungsbedingungen.

Worin unterscheiden sich Struktur, Matt und Hochglanz?

Struktur beschreibt das Oberflächenprofil, Matt und Hochglanz die Lichtreflexion. Eine Oberfläche kombiniert beide Merkmale; deshalb sind beide anzugeben und zu bemustern.

Reicht eine RAL- oder Pantone-Nummer?

Sie ist ein guter Ausgangspunkt. Zusätzlich sind Farbsystem und Ausgabe, Glanz, Struktur, Substrat und Abnahmemethode festzulegen. Das freigegebene physische Blech dient als praktischer Serienbezug.

Welches Bindemittelsystem soll ich anfragen?

Beschreiben Sie zuerst die Einsatzbedingungen. Das System wird für Außenbewitterung, Wärme, Reiniger, Chemikalien und weitere Projektbedingungen ausgewählt und geprüft, nicht allein nach der Optik.

Farbe und Oberfläche vor der Musteranfrage festlegen

Senden Sie Angaben zu Bauteil, Linie, Einsatz und Farbreferenz. DAMEI kann die Anforderungen prüfen und eine geeignete Bemusterung und Validierung besprechen.